Slow food

Slow Food ist eine internationale Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der Produzenten und der Umwelt erhält. Die Slow Food Bewegung zählt in Deutschland derzeit über 12 000 Mitglieder in rund 80 lokalen Gruppen.

 

 

Gut, sauber und fair

Slow Food fordert, dass unsere Nahrung geschmacklich und gesundheitlich einwandfrei ist. Und dass sie auf saubere Art hergestellt wird – also ohne Schaden an Mensch, Natur und Tier anzurichten. Außerdem müssen Lebensmittelerzeuger eine faire Entlohnung für ihre Produkte und ihre Arbeiter halten.

 

Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-Produzenten (Verbrauchern) zusammen.

 

Durch Projekte wie die Arche des Geschmacks – ein Katalog von Nutztierrassen, Nutzpflanzen und Lebensmitteln, die vom Aussterben bedroht sind – die damit verbundenen Presidi-Förderprojekte sowie durch das Terra Madre-Netzwerk arbeitet Slow Food weltweit, um die biologische Vielfalt von Kultur- und Wildpflanzen, traditionelle und nachhaltige Anbau- und Verarbeitungsmethoden und so unser wertvolles kulinarisches Erbe zu bewahren.

 

Slow Food leistet Sinnes- und Geschmacksbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um Verständnis und Freude an der geschmacklichen Vielfalt aufzubauen und zu pflegen. So wird die Grundlage für die Entwicklung einer zentralen Alltagskompetenz geschaffen, nämlich seinen Ernährungsalltag verantwortungsbewusst und genussfreudig gestalten zu können.

 

Um Produzenten, Händler und Verbraucher miteinander in Kontakt zu bringen, organisiert Slow Food – lokal, national und international – Märkte, Messen und Events. Jährlich finden die Messen „Markt des Guten Geschmacks - die Slow Food Messe" in Stuttgart und die „SlowFisch“ in Bremen statt. Mit ihren qualitätsgeprüften Ausstellern und dem abwechslungsreichen und informativen Rahmenprogramm locken sie insgesamt über 100.000 Besucher im Jahr.

 

Unser Essen ist untrennbar verknüpft mit Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Wissen, Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt. Deshalb muss der Ernährung weltweit eine wichtige Rolle bei politischen Entscheidungen zukommen. Slow Food bringt sich durch Kampagnen wie "Meine Landwirtschaft" und den Dialog mit Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft in die gesellschaftliche Debatte um Agrar-, Fischerei-, Ernährungs-, Umwelt- und Verbraucherpolitik ein. Für Slow Food ist der Zugang zu gutem, sauberen und fairem Essen ein Grundrecht des Menschen.

 

Alle weiteren Informationen erhalten Sie unter www.slowfood.de